Im Technorama trafen sich am vergangenen Wochenende knapp hundert Zauberwürfel-Fans, um sich im sogenannten Speed Cubing zu messen: Den Zauberwürfel auf Geschwindigkeit zu lösen. Aber, und das ist das Schöne: Es war kein eigentliches Gegeneinander, sondern ein Miteinander in sehr angenehmer Atmosphäre. Die zehnjährige Lina war dabei und erzählt von ihrem Wettkampf.

Vor zwei Tagen brach ich meinen Rekord im Lösen vom 3x3x3-Zauberwürfel. 29 Sekunden. An meinem ersten Zauberwürfel-Contest! Die Stimmung war super. Alle hatten einen Würfel in der Hand. 95 Prozent von denen, die mitgemacht haben, waren Männer und Knaben. Ich fand ich das schräg. Wieso hatten so wenige Mädchen mitgemacht?

Trotzdem waren alle sehr nett. Als ich mit meinem Vater ankam, begrüsste uns Thomas, der Veranstalter, und sagte, ich solle an den Plätzen, wo nachher der Wettkampf stattfindet, noch üben. Mia, die Tochter des Veranstalters, zeigte mir, wie beim Wettkampf alles funktioniert. Mit ihr und mit ihrem Bruder trainierte ich dann noch ein wenig. Es war sehr cool!

Im Wettkampf muss man den Würfel fünf Mal lösen. Wenn man zu langsam ist oder eine Ecke verdreht, dann bekommt man ein DNF (did not finsh), und die Runde kann nicht gezählt werden. Die beste und die schlechteste Zeit wird gestrichen, und dann wird der Durchschnitt ausgerechnet. Der 69. kam noch in die nächste Runde, doch ich war die 70. in der Rangliste. Das hat mich geärgert.Es gab noch einen Shop mit ganz vielen anderen Zauberwürfeln. Sie hatten einen 17x17x17, ich hatte ihn in der Hand. Er war richtig schwer. Den will ich nicht einhändig lösen.

Aber ich war Schiedsrichterin bei Leon, der 8.10 Sekunden brauchte, um den Zauberwürfel zu lösen, das freute mich. Er hat übrigens den Wettkampf gewonnen. Ich trainiere jetzt, um den Zauberwürfel unter 10 Sekunden lösen zu können.

Dieser Blog-Text stammt von Lina, 10 Jahre.



Dieser Artikel wurde zuerst publiziert in Kinderthur.