Stadtwerk Winterthur hat im Oktober 2018 das sanierungsbedürftige Reservoir Wolfensberg ausser Betrieb genommen. Im April 2019 hat Stadtgrün Winterthur das Reservoir zurückgebaut. Die beim rückgebauten Reservoirkörper entstandene Grube im Erdreich wurde für den Bau zweier Naturteiche genutzt.

Das Reservoir Wolfensberg wurde 1937 im Zusammenhang mit dem Schwimmbad Wolfensberg erstellt und ursprünglich aus einem Grundwasserpumpwerk am Korrenweg versorgt. In den sechziger Jahren übernahm die städtische Wasserversorgung das Reservoir und versorgte es über ein Stufenpumpwerk im Schwimmbad Wolfensberg.

Das Reservoir Wolfensberg war sanierungsbedürftig und die erhöhte Lage auf dem Wolfensberg ergab zu wenig Wasserdruck. Als erster Schritt wurde das Reservoir im Oktober 2018 von Stadtwerk Winterthur ausser Betrieb genommen. Das Stufenpumpwerk im Schwimmbad Wolfensberg wurde zurückgebaut und durch eine Druckerhöhungsanlage ersetzt, die höheren Wasserdruck ermöglicht und die Kundschaft in diesem Gebiet direkt (ohne Reservoir) mit Wasser versorgt. Im April 2019 wurde das Reservoir durch Stadtgrün Winterthur im Auftrag von Stadtwerk Winterthur zurückgebaut.

Erhöhung der Biodiversität

Der rückgebaute Reservoirkörper hinterliess eine Grube im Erdreich, die für den Bau zweier Naturteiche genutzt wurde. Die Ökoweiher werden in einem wechselfeuchten Regime geführt und durch lokal anfallendes Regenwasser gespiesen. Die beiden Weiher haben eine Fläche von 80 und 20 Quadratmeter und sind jeweils zwischen einem und einem halben Meter tief. Durch die ökologische Aufwertung mit den beiden Weihern konnte ein Mehrwert für die Natur geschaffen werden.

Die Gesamtkosten für den Rückbau des Reservoirs und den Bau der beiden Weiher betrugen 33 000 Franken.

Aktuell unterhält und betreibt Stadtwerk Winterthur dreizehn Wasserreservoire. Die Reservoire dienen dazu, kurzfristige Verbrauchsschwankungen auszugleichen und den Wasserdruck auf einem konstanten Niveau zu halten. Stadtwerk Winterthur investiert laufend in den Unterhalt dieser Infrastrukturen, damit die gute und ausreichende Trinkwasserversorgung auch in einem Hitzesommer wie 2018 gesichert bleibt.



Dieser Artikel wurde zuerst publiziert in Medienmitteilungen.