Für die Aufrechterhaltung des Angebots der sogenannten Tageskarten Gemeinde wird dem Grossen Gemeinderat zuhanden der Volksabstimmung eine Kreditvorlage unterbreitet.

Die Stadt Winterthur bietet ihren Einwohnerinnen und Einwohnern seit 2009 die Möglichkeit, «Tageskarten Gemeinde» zu erwerben. Ziel des Angebots ist, den Winterthurerinnen und Winterthurern ein attraktives Angebot für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu bieten. Die Tageskarten bieten freie Fahrt auf allen Strecken von SBB, Postauto, den meisten konzessionierten Privatbahnen, städtischen Nahverkehrsmitteln und vielen Schifffahrtsbetrieben der Schweiz.

Aufgrund der sehr guten Auslastung der vergangenen Jahre ist vorgesehen, für die Zeit ab 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 der Bevölkerung 45 Tageskarten pro Tag anzubieten. Für die Beschaffungs- und Betriebskosten beantragt der Stadtrat beim Grossen Gemeinderat einen Kredit von 650 000 Franken.

Um das Angebot in Zukunft flexibel auf die jeweilige Auslastung anpassen zu können, soll ab 1. Oktober 2019 die Möglichkeit geschaffen werden, die jährlich maximale Anzahl von 50 Tageskarten pro Tag beschaffen zu können. Dafür wird dem Parlament zuhanden der Stimmberechtigten ein jährlich wiederkehrender Kredit im Betrag von 720 000 Franken vorgelegt.

Zudem hat der Stadtrat die Preise für den Verkauf der «Tageskarten Gemeinde» ab 1. Oktober 2018 von derzeit 41 Franken auf 44 Franken für Karten von Montag bis Freitag und von derzeit 48 Franken auf 51 Franken für Karten von Samstag und Sonntag festgesetzt. Mit diesen Preisen kann der Tageskartenverkauf bei einer Auslastungsquote ab 87 Prozent voraussichtlich kostendeckend betrieben werden. Die künftige Preisfestsetzung hat der Stadtrat dem Bereich Immobilien delegiert.

Die Tageskarten können bereits zwei Monate im Voraus reserviert werden. Das bedeutet, dass die Tageskarten mit Gültigkeit ab 1. Oktober 2018 Ende Juli bestellt werden müssen. Da zu diesem Zeitpunkt die Kreditbewilligung des Grossen Gemeinderates noch nicht vorliegen wird, hat der Stadtrat die in seiner Kompetenz liegenden Ausgaben für vierzehn Tageskarten pro Tag zum Preis von total 196 000 Franken vorsorglich zulasten seines Kompetenzkredits bewilligt.



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