In dem wohl schönsten Bundesstaat der USA gibt es eine kleine Stadt mit dem Namen „Moab“. Moab besitzt rund 5000 Einwohner, was sich nach viel anhört, aber nicht weiter auffällt. Ein Blick auf die Karte verrät, dass sich rund um Moab im Umkreis von mehr als 50 km kaum eine weitere, grössere Ansiedlung finden lässt, welche ebenfalls das Attribut Stadt verdienen würde.

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Moab ist umgeben von den eindrücklichsten Nationalparks der USA, die Berühmtesten dürften wohl der Arches National Park und der Canyon Lands National Park sein.

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Ein Reisender, der diese Parks erkunden möchte, wird somit zwangsläufig in Moab halt machen müssen. Die Freizeitmöglichkeiten sind fast unendlich und wer die Natur liebt, wird auf seine vollen Kosten kommen. So wundert es auch nicht, dass Abendgarderobe in gehobenen Stil etwas fehl am Platz ist. Moab ist auf den Tourismus ausgelegt und ein Besucher wird ausser unglaublichen Eindrücken und ein paar Souvenirs nicht mehr mit sich nach Hause nehmen, als er mitgebracht hat.

Wo man im Moab wohnt

Stilecht wird mit dem Camper angereist oder es wird im mitgebrachten Zelt übernachtet. Mutige können auch «Moab under Canvas» erleben, übernachten in einem «luxuriöseren» Zelt.

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Letzteres kann man machen, muss man aber jetzt nicht unbedingt.

Da in dieser Gegend kaum jemand die Zeit in einem Hotel, sondern viel Lieber in der Natur verbringen möchte, sind die übrigen Unterkünfte auch dementsprechend ausgelegt. Der Hang nach Funktionalität statt Luxus ist spürbar. Das kulinarische Angebot scheint auf den ersten Blick diesem Trend ebenfalls zu folgen, Trip Advisor gibt einen Überblick. Unbestritten gibt es aber ein breites Angebot für jeden Geschmack und Geldbeutel und die Qualität muss unbedingt vor Ort gekostet werden, sonst ist keine verlässliche Aussage möglich. Kleine kulinarische Köstlichkeiten und geschmacksvolle Höhepunkte warten überall.

Essen gehen auf gut Glück

Wenn sich ein paar hundert hungrige Touristen gleichzeitig auf Nahrungssuche begeben sind Wartezeiten vor einem Restaurant normal, vor allem wenn jemand gerne die etwas gehobenere Küche mag. Dabei scheint es völlig normal zu sein, Wartezeiten von einer halben Stunde als wenig zu betrachten. Im Gegenteil. Es gibt Zeit zu diskutieren, Erlebtes auszutauschen oder sich einfach um die Familie oder Freunde zu kümmern. Und ab einer Wartezeit von 15 Minuten wird sogar da und dort vom Restaurant vorab ein kühles und geschmacklich angereichertes Wasser angeboten. Es lohnt sich aber dennoch vorab eine Buchung im Restaurant seiner Wahl vorzunehmen. Dies geht in der Regel sehr einfach über das Internet und dieses ist im Notfall in jedem Starbucks frei verfügbar.

Die Blume in der Wüste, das Desert Bistro

Wohin also essen gehen, wann man gepflegte Küche liebt? Hier gibt es einen Tipp, das Desert Bistro. Vorbestellen ist eine Pflicht. Das Desert Bistro hat kaum mehr als 15 Tische, aber umso besser schmeckt das Essen. Nach einer herrlichen Wanderung ist es ein unglaublicher Genuss sich auch noch kulinarisch verwöhnen lassen zu können. Sowohl Omnivore wie auch Vegetarier oder Personen mit Geschmäcker dazwischen kommen voll auf ihre Kosten. Wer einen Blick auf das Menü werfen möchte kann dieses als Beispiel hier finden.

Der Genuss ist beeindrucken und schafft es locker in die Gault-Millau Ränge. Die Qualität ist unglaublich hoch und die durch die Anzahl Tische gelebte Philosophie «Weniger ist mehr» lässt den Gaumen jubeln. Vor allem wenn kaum jemand in einer Stadt wie Moab eine solche Oase vermuten würde.

Das Spezialmenü des Abends war frisch eingeflogener* Tunfisch. Zweierlei zubereitet, mit entsprechenden, eigenen Gewürzen, Saucen und Pasten. Es macht Spass herauszufinden, welche Kombinationen dabei am besten Schmecken. Und das alles auf unglaublich hohem Niveau.

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Auch die angebotenen Hauptspeisen stehen in nichts nach. Vor allem die vegetarische Variante wurde so liebevoll zubereitet, dass ein Fleischesser sogar gerne tauschen würde:

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Das Desert Bistro ist definitiv einen Besuch wert. Reisender kommst du also nach Moab, mache Rast im Desert Bistro.

* Es wären sicher auch lokale Menüalternativen möglich gewesen



Dieser Artikel wurde zuerst publiziert in www.chnoche-chuchi.ch Blog Feed.