Die Antworten der gestandenen Politiker waren vielfältig: Für den ehemaligen Staatsanwalt Michael Künzle und den ehemaligen Kantonspolizist Josef Lisibach ist die Legalisierung kein Thema. Sie haben zu viele junge Menschen erlebt, die wegen der Einstiegsdroge Cannabis kriminell wurden oder abgestürzt sind. Barbara Günthard-Maier würde Cannabis erst ab einem gewissen Alter legalisieren, ähnlich wie den Alkoholkonsum, damit die Jugendlichen ihren schulischen Weg möglichst drogenfrei durchziehen. Nur Stefan Fritschi ist für das Legalisieren von Cannabis, da so der Kauf nicht im Drogenmilieu stattfinden müsste und die Gefahr geringer sei, in Kontakt mit harten Drogen zu kommen.

Der dritte Polit-Apéro der Allianz starkes Winterthur in der Brauwerkstatt Doppelleu war gut besucht. Junge und «Neue Junge» interessierten sich dafür, was die vier Stadträte bisher für die Jungen in Bewegung gesetzt haben und in Zukunft tun werden. Längere Öffnungszeiten für Gartenbeizen, die Unterstützung eines breiten Kultur- und Sportangebots oder attraktive Schulbauten wurden genannt. Auch in Zukunft wollen die bürgerlichen Stadträte viel für die Jungen tun, denn sie würden viel zu einer lebendigen Stadt beitragen.

Eingeleitet haben den Polit-Apéro die jungen Gemeinderatskandidat(inn)en Corinne Merk (Junge SVP), Jan Fehr (Jungfreisinnige) und Nadine Anwander (Junge CVP). Merk will sich für eine sichere Stadt einsetzen, Anwander für die Unterstützung von Jugendorganisationen und Fehr für weniger Bünzlitum sowie mehr Freiraum. Durch den Abend führte souverän Alexander Wenger, Inhaber von «Der Menschensucher.ch» und TV-Produzent.



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