Die Stadt Winterthur hat die diesjährigen Werkbeiträge in der Sparte Literatur vergeben. Die Literaturkommission wählte aus den eingegangenen Bewerbungen die Projekte von Roman Graf, Daniela Janjic und Wolfgang Weigand aus. Die Werkbeiträge sollen das Schaffen von Winterthurer Autorinnen und Autoren fördern.

Mit Werkbeiträgen gefördert werden ausgewählte Literaturprojekte, die im Entstehen begriffen sind, von denen jedoch bereits greifbare Ergebnisse vorliegen. Zum Wettbewerb zugelassen waren alle literarischen Formen. Die Ausschreibung stiess auf erfreuliches Echo: Dreizehn Autorinnen und Autoren bewarben sich um einen Beitrag. Die Palette der eingereichten Projekte reichte von Kinder- und Jugendbüchern über Gedichte bis hin zu Romanen. Die Literaturkommission der Stadt Winterthur hat die Eingaben juriert und folgende drei Projekte mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet:

Roman Graf, Projekt «Wellenbrecher» (10 000 Franken)

Der in Berlin und Winterthur lebende Autor Roman Graf hat bereits verschiedene Publikationen veröffentlicht und wurde für sein Schaffen schon mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er 2012 beispielsweise den Förderpreis der Stadt Winterthur. Für das Projekt «Wellenbrecher» wählt Graf erstmals die Form der Erzählung. Seine Bewerbung überzeugte die Kommission durch die eigenständige Sprache und den unverkennbaren Stil. Der Werkbeitrag soll Graf ermöglichen, sich voll auf dieses literarische Projekt zu konzentrieren.

Daniela Janjic, Projekt «Der Raum zwischen Bett und Tapete» (7000 Franken)

Für ihre dramatischen Werke wurde die Winterthurer Autorin Daniela Janjic bereits mehrfach ausgezeichnet; unter anderem im Jahr 2010 mit dem Preis der Winterthurer Carl Heinrich Ernst-Kunststiftung. Ihre Stücke wurden auf diversen Bühnen aufgeführt. Unter dem Arbeitstitel «Der Raum zwischen Bett und Tapete» wagt sich Janjic nun an ihren ersten Roman. Die Jury möchte mit dem Werkbeitrag den Mut der vielversprechenden Autorin honorieren und ihr literarisches Schaffen unterstützen.

Wolfgang Weigand, Projekt «Grenzgänger – Erzählungen (auf der Kippe)» (5000 Franken)

Der seit 2010 in Winterthur lebende Autor Wolfgang Weigand ist freischaffender Theologe, Erwachsenenbildner und Seminarleiter. In seinem Projekt «Grenzgänger – Erzählungen (auf der Kippe)» erzählt er achtundzwanzig schräge, heitere, nachdenkliche und überraschende Geschichten über die Tiefen und Untiefen des Lebens. Weigand hat bereits mehrere Publikationen veröffentlicht (z.B. Erzählung «Sterbelos», 2017). Seine Texte bestechen durch die selbstironische Erzählhaltung und den Mut des Autors, gewisse Fragen unbeantwortet zu lassen. Die Kommission möchte das weitere Schaffen des Autors mit einem Werkbeitrag unterstützen.

Die Werkbeiträge Literatur der Stadt Winterthur werden alle zwei Jahre öffentlich ausgeschrieben. Die diesjährige Ausschreibung erfolgte im April. Teilnahmeberechtigt waren Autorinnen und Autoren, die seit mindestens drei Jahren in Winterthur wohnen oder deren künstlerischer Hauptwirkungsort seit mindestens drei Jahren Winterthur ist. Die Jurierung anhand von Textproben des geplanten Projekts erfolgte durch die städtische Literaturkommission. Im Rahmen des Wettbewerbs werden jeweils Werkbeiträge zwischen 5000 und 10 000 Franken vergeben. Die Anzahl der Werkbeiträge liegt im Ermessen der Jury.

Mitglieder der Literaturkommission:
  • Michael Künzle, Stadtpräsident (Präsident)

  • Wolfgang Vogel, Buchhändler

  • Angelika Maass, Kulturpublizistin

  • Denise Sorba-Mosimann, Germanistin

  • Helmut Dworschak, Journalist

  • Nicole Kurmann, Leiterin Bereich Kultur

Geschäftsführung:
  • Franziska Gabriel, Projektleiterin Bereich Kultur (beratend)



Dieser Artikel wurde zuerst publiziert in Medienmitteilungen.