Michael Sele ist ein Weltreisender in Sachen Musik. Mit seiner Band The Beauty of Gemina hat er viel erreicht. Nun gibt ihm seine langjährige Wohngemeinde Sargans noch etwas dazu: Den Gonzen-Kulturpreis. Für ihre vielseitigen und langjährigen Verdienste für ein lebendiges Sargans werden ausserdem Gaby Vesti, Doris Kühne und Bruno Tanner ausgezeichnet.

"Dunkle Eleganz", "Ausnahmeerscheinung", "Post-Punk-Poet" - Die Fachpresse der Musik übertrumpft sich seit Jahren in Versuchen, die Musik von Michael Sele und seiner Band einzuordnen und zu beschreiben. Das ist nicht leicht und fängt bereits damit, an dass sich Sele's Musik nicht in eine Genre-Schublade schieben lässt. Man behilft sich dann damit, dass man alles erwähnt, was dazugehört: Wave, Dark Rock, Trance, Americana.
Sele's Songs sind voller Melancholie, aber nie depressiv und zerstörerisch. Seit über einem Jahrzehnt feiert The Beauty of Gemina auf allen Kontinenten Erfolge. Und immer wieder sind sie sich nicht zu schade für Heimauftritte - am Fürstenfest in Vaduz, immer wieder auch im Alten Kino Mels - und nicht zuletzt in den Felsen des Gonzens, anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Eisenbergwerks Gonzen (29. Juni 2019)

Michael Sele, der Mastermind

Schon mit seiner Vorgängerformation Nuuk operierte der gebürtige Liechtensteiner, während seiner Zeit an der Kantonsschule Sargans äusserst selbständig und eigenständig und hielt sich nie an musikalische Konventionen. So wird er selten als Sänger oder Bandleader vorgestellt, sondern passend geheimnisvoll: Mastermind. Grund genug für die Jury der Sarganser Kulturkommission, Michael Sele einen der begehrten Gonzen-Erzsteine zu reservieren, welchen alle Gonzen- Kulturpreisträger erhalten. Laut Jurypräsident und Gemeinderat Roland Wermelinger war der Entscheid einstimmig: "Unser Preis war und ist sehr vielseitig einsetzbar. Für Menschen, die viel für das Sarganser Zusammenleben einsetzen, genauso wie für Kulturschaffende. Und das Prädikat Weltstar schützt halt auch nicht davor, unseren Preis entgegennehmen zu dürfen."
Michael Sele freute sich in einer ersten Reaktion denn auch sehr über die bevorstehende Ehrung seiner Heimatgemeinde. Gonzen-Kulturpreise für Gaby Vesti, Doris Kühne, Bruno Tanner Die Sarganser Kulturkommission vergibt dieses Jahr drei weitere Gonzenerzsteine. Geehrt werden Gaby Vesti-Peter, Doris Kühne und Bruno Tanner. Die Kulturkommission nennt sie "BewegerInnen", denn alle drei setzen sich seit vielen Jahren unermüdlich, mit Herz und viel Leidenschaft für die Sarganser Gesellschaft ein. Ihnen und stellvertretend vielen weiteren emsigen Bewegerinnen und Bewegern soll mit diesem Preis aufrichtig gedankt werden. Die drei geehrten Personen sind alle aus der Sarganser Einwohnerschaft für den Gonzen-Kulturpreis nominiert worden.

Gaby Vesti-Peter organisiert die Sarganser Fasnacht, ist präsent an allen Ecken und Enden. Immer wieder gibt sie neue Ideen und setzt diese häufig selbst um. Sie tut es im Hintergrund, ist aber unverzichtbar für dieses Stück Sarganser Kulturgut.

Die frühere Gemeinderätin Doris Kühne weibelt für ihre Projektideen ebenfalls auf allen Gassen. Oft ist sie für sozial Benachteiligte unterwegs, stets der Grenzen des Machbaren bewusst. Winterhilfe, Generationen-Spielplatz, Brückenangebot im Broderhaus; Kühne fördert vieles, fordert aber auch angemessen von den Geförderten.

Und Bruno Tanner ist der Kopf einer Organisation, welche in Sargans und dem Sarganserland Massstäbe in der Altersarbeit gesetzt hat; der Verein Senioren für Senioren. Tanner half nicht nur beim Aufbau dieser wichtigen Organisation, er ist auch seit Beginn deren Präsident. Er gleiste die wichtige Organisation für Freiwilligenarbeit schon bei der Umsetzung des Altersleitbildes in der Gemeinde Sargans mit auf.

Vesti, Kühne, Tanner bewegen viel auf vielen Fronten.
Davon wird erzählt: bei der Kulturpreisverleihung im Kino Castels, Sargans am 9. Nov. 2019, 10.00 Uhr.

Der Gonzen-Kulturpreis wird alle zwei Jahre von der Gemeinde Sargans verliehen. Der Gemeinderat hat dazu eine unabhängige Jury ("Kulturgruppe") eingesetzt. Der Preis wird an Kunst- und Kulturschaffende, sowie Einzelpersonen und Gruppierungen/Vereine vergeben, die Kunst schaffen oder sich in ausserordentlicher Art und Weise für das gesellschaftliche und kulturelle Zusammenleben einsetzen und verdient machen. Die Jury ist frei in der Kategorisierung und kann Hauptpreise, Anerkennungspreise und Förderpreise vergeben.