Geschätzte 2324.ch-Interessierte

Ein milliardenschweres Unternehmen aus dem Silicon Valley und eine Datenanalyse-Firma aus Grossbritannien beeinflussen Wahlkämpfe auf der ganzen Welt und pröbeln nach eigenem Gutdünken an unseren Demokratien herum. Dass dieser Umstand jetzt zum Skandal wird, offenbart ein wachsendes Gespür von Bürgerinnen und Bürgern für Fragen der Demokratie im digitalen Zeitalter. Welchen Einfluss haben Filterblasen und Social Media auf den politischen Diskurs? Das Bewusstsein dafür, dass nicht alles gratis ist, was gratis scheint und dass wir demokratische digitale Methoden brauchen für eine stabile Demokratie, wird Mainstream.

Das freut uns vom Verein 2324.ch. Seit 2015 arbeiten wir an einer öffentlichen Infrastruktur für Information und Deliberation in Schweizer Gemeinden. Ganz ohne polarisierende Algorithmen. Weil das auf lokaler Ebene gar nicht nötig ist. Allein die geographische Nähe beschränkt die Flut an Information. Dafür wissen Menschen zum Beispiel in Untereggen, Sargans oder Moosseedorf was vor ihrer Haustüre passiert.

Im Büro des Vereins 2324.ch passiert derweil Erstaunliches: Die «Schweizer Familie» fand die Idee von 2324.ch und einen der zugehörigen Köpfe derart interessant, dass sie einen Bericht über einen gewissen «Vernetzer des Volkes» geschrieben hat. Über taumelnde Titel und alliterative Aspirationen lässt sich streiten – über Clicks und Views weniger. Der Artikel kam offenbar so gut an, dass er eine Woche später in Tages Anzeiger und Berner Zeitung wiederverwendet wurde. Das nenne ich nachhaltig!

Herzliche Grüsse und schöne Ostern

Nicolas Hebting

Co-Geschäftsführer Verein 2324.ch